Manchmal sollte man einfach nicht nach dem WARUM fragen…

Das ist ein Teil einer iMessage, die ich diese Woche von meinem Herzensmann bekomme habe.

Wieso erzähle ich euch davon? Puhh, eine gute Frage. Vielleicht, weil es mich heute sehr bewegt hat und ich den ganzen Tag an nichts anderes denken konnte. Ich saß heute morgen am Frühstückstisch und habe meine Nachrichten durchgesehen, um mir meinen Plan für den heutigen Tag zu erstellen…das mache ich jeden Morgen. Ich schaue in mein Postfach nach Bestellungen, nach Stoffeinkäufen und in meinem Facebook Seiten Manager, ob es dort etwas neues gibt, entweder ob jemand eine Frage hat, etwas bestellen möchte oder ob es in den Gruppen (in denen ich aktiv bin) etwas gibt, wo ich helfen kann oder mich beteiligen kann. Wenn ich jetzt so daran denke, da bleibt mir glatt vor Rührung wieder kurz die Spucke weg. Es gibt so wundervolle Menschen dort, die ganz ohne eigenen Nutzen etwas für andere tun, sie haben meine absolute Hochachtung, ich finde das so fantastisch. Während ich den Beitrag lass, wurde mir erneut ganz sehr bewusst, welches Glück ich habe…welches Glück wir haben.

Wir sind eine Familie, ein Papa, ein Teenie, ein angehender Teenie und ich. 🙂
Ja, zwei Jungs, die gerade eine absolut heftige Zeit durchstehen, sie wissen oft selbst nicht wo oben und unten ist. Aber hey, haben wir das nicht alle durch? Sie vergreifen sich im Ton, sie sind wütend, sie treiben Mama und Papa zur Weißglut, aber verdammt… Sie sind gesund! Sie stehen 10min nach ihrem Wutausbruch vor mir und nehmen mich in den Arm, weil es ihnen leid tun und sie eigentlich was völlig anderes sagen wollten. Sie kommen vorm schlafen gehen und geben mir einen Kuss und sagen mir, wie lieb sie mich haben. Es gibt kein schöneres Gefühl! Ich bin eine Mama, welch ein Glück, nicht immer war sicher, ob wir dieses Glück jemals erleben dürfen. Heute Morgen wurde mir wieder einmal, wie in so vielen Momenten klar, dass ich mein größtes Glück auf der Welt schon erleben durfte.

Ich bin in einer meiner Gruppen auf einen Beitrag einer Fotografin gestoßen, sie fotografiert Sternenkinder und beschrieb in ihrem Artikel, wie verunsichert ein Elternpaar war, als es mit ihr Kontakt aufgenommen hat. Es hat mich so sehr berührt und mich traurig gemacht, weil… ja warum eigentlich? Ich kannte die Eltern gar nicht und trotzdem fand ich es furchtbar, dass sie ihr kleines Mädchen niemals aufwachsen sehen. Ich verspürte das Verlangen sie in den Arm zu nehmen und ihnen zu sagen, dass alles wieder gut wird. Leider geht das nicht und es wird auch nicht wieder gut, auch wenn es hoffentlich irgendwann etwas leichter wird. Ich habe schon ein paar Mal im Auftrag von Freunden oder Großeltern für Sternenkinder Erinnerungskissen angefertigt und es hat mich jedesmal berührt, wie klein sie doch waren. Doch war es für mich nicht so nah, wie für diese Fotografin.
Ich habe mir Gedanken gemacht und mir ganz besonders viel Mühe gegeben, um dem Kissen ganz viel Liebe mit auf den Weg zu geben, damit die Eltern eine ganz besondere Erinnerung haben, doch mehr konnte ich nicht tun. Sie beschrieb in ihrem Artikel, wie sie die Eltern beruhigt hat und versucht hat ihnen die Angst zu nehmen. Sie beschrieb das kleine Mädchen, wie sie engelsgleich für ihre Eltern Modell stand, damit diese sie so wundervoll und einzigartig in Erinnerung behalten können. Denn jedes Baby ist wunderbar, einzigartig und etwas ganz Besonderes! Ich konnte die kleine Prinzessin fast vor mir sehen, so eindrucksvoll hat sie diese Situation beschrieben. Ein sehr ergreifender Moment…

Am frühen Morgen bekomme ich immer iMessages von meinem Herzensmann, er ist total lieb und schickt mir jeden Morgen einen Wetterbericht und einen Bericht über die aktuelle Straßenlage, weil ich die gleich Strecke fahre, wie er jeden Morgen und da bin ich schon einmal informiert, was mich erwartet.
Wenn es die Zeit erlaubt, schreiben wir dann noch ein wenig, bevor jeder seiner Arbeit nachgeht. Unter anderem kamen wir auf einen Tag dieser Woche, der für uns beide etwas besonderes ist und im albern und stänkern und Spaß machen ist dann diese Nachricht von ihm entstanden:

„Manchmal sollte man nicht nach dem WARUM fragen, sondern viel mehr glücklich mit dem Umstand leben…“

Und damit meine ich nicht , dass der Verlust von seinem eigenen Kind ein glücklicher Umstand ist, ganz im Gegenteil, der Gedanke entstand ja auch an einem Tag zuvor… Nach einem kurzen Augenblick war mir bewußt, wie recht er doch hat… manches kann man einfach nicht erklären und dann sollte man es einfach so hinnehmen und froh sein, dass es so gekommen ist. Bei uns war das Thema unser Jahrestag, warum wir uns darauf freuen und im Spass, warum liebst Du mich eigentlich? 🙂 Eine dumme Frage per iMessage, wo er es mir doch so oft zeigt und auch sagt. Manchmal muss man das Glück annehmen und es zu schätzen wissen! Und ich bin unheimlich glücklich, dass ich meine Leben mit meinen drei Männern verbringen darf und ein paar Teenieallüren sind doch gar nichts gegen das Glück, welches ich habe. In Gedanken drücke ich alle Eltern, die nicht solch ein großes Glück hatten.

Manchmal sollte man einfach nicht nach dem WARUM fragen...

Manchmal sollte man einfach nicht nach dem WARUM fragen…

 

 

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